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Förderung durch Infrastruktur - wie siehts aus?

Kulturschaffende sind besonderen Raumbedürfnissen unterworfen. Wer zum Beispiel in seiner Wohnung Schlagzeug spielen will, wird schnell Schwierigkeiten mit den Anwohnern oder dem Vermieter ernten. Auch wer für seine Band einen Raum sucht, um regelmässig zu proben, wird in der Stadt St. Gallen schnell auf einer Warteliste landen.

Vielfach müssen solche Leute auf Nachbarsgemeinden oder -städte ausweichen. Ein weiteres Beispiel sind Kunstschaffende, die für ihre Werke ein Atelier benötigen. Bezahlbare Räumestelien hier eine Rarität dar. Was momentan gar nicht zur Verfügung stehen, sind Proberäume für Theater- oder Tanzgruppen.

Das Kulturkonzept der Stadt St.Gallen hält fest:
«Kostengünstige Arbeits- und Proberäume stellen eine besonders wirkungsvolle Unterstützung der künstlerischen Produktion dar. Die Erfahrungen mit den Ateliers im Kulturzentrum Reithalle und an der Geltenwilenstrasse sind sehr positiv. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. So sind im Moment 68 Künstlerinnen und Künstler und 55 Musikerinnen und Musiker auf der Warteliste eingetragen. Bisher stehen nur Räume für bildende Künstlerinnen und Künstler sowie für Musikerinnen und Musiker zur Verfügung.»

Als Massnahme empfiehlt das Kulturkonzept: 
«In geeigneten städtischen Liegenschaften sollen Arbeits- und Proberäume für möglichst alle kulturellen Sparten geschaffen werden.» 

Die Unterzeichnenden laden den Stadtrat ein, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Hat sich die Situation für bildende Künstlerinnen und Musikerinnen in der Zwischenzeit weiter verschärft?
  2. Wie weit fortgeschritten ist die im Kulturkonzept vorgeschlagene Schaffung von Arbeits- und Proberäumen für alle kulturellen Sparten?
  3. Gibt es in städtischen Liegenschaften leer stehende Räume, welche kulturell zwischen- oder langfristig genutzt werden könnten?
  4. Besteht die Möglichkeit, die häufig leer stehenden Schutzräume des Bevölkerungsschutzes als Arbeits- und Proberäume zu nutzen?
  5. Ist der Stadtrat der Ansicht, dass ein Raumkonzept zur kulturellen Nutzung städtischer liegenschaften nötig wäre?
eingereicht am: 27. April 2010
eingereicht durch: Pascal Kübli

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