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St.Gallen setzt in Zukunft auch auf Windenergie

Grosse Stromverteiler wie die Stadt St. Gallen haben heute schon die Möglichkeit Windenergie-Beteiligungen zu erwerben. Dank Einspeisevergütungen weisen solche Investitionen eine gesicherte Rentabilität auf.

Heute ist Strom aus neuen Windkraftwerken nur noch halb so teuer wie Atomenergie, denn nach erfolgter Abschreibung dieser Anlagen (10-15 Jahren), produzieren Windfarmen Strom für 1-2 Rappen. Die Bauzeiten sind kurz (6- 12 Monate) und weitere Kostensenkungen sind zu erwarten.

In der Nordsee entsteht der grösste saubere Kraftwerkspark der Welt. Bis 2030 werden hier Dutzende neuer Windfarmen gebaut, die zusammen den Strom von mehr als 80 Atomkraftwerken der Grösse "Gösgen" ersetzen werden. Hunderte von Windfarmen geografisch geschickt verteilt und miteinander vernetzt liefern Strom mit der Qualität von Bandenergie. Den Rest des Bedarfs, Spitzenstrom und Strom in windschwachen Zeiten, liefern schweizerische Speicher- und Pumpspeicher-Kraftwerke.

In Zürich wurde mit 80.4% einem 200 Mio-Rahmenkredit zugestimmt, um neue Windparks zu erwerben. Winterthur redet von einer Beteiligung von ca. 20 Mio Franken und auch Basel, Bern und Genf haben sich bereits an Windfarmen beteiligt. 
Es gilt, sich an dieser zukunftsfähigen Form der Energieerzeugung frühzeitig Rechte zu sichern. Eine absehbare, steigende Nachfrage nach diesen Lieferungen dürfte in Zukunft die Sicherung solcher Rechte erschweren und/oder verteuern.

Im Geschäftsbericht 2009 spricht selbst die SN Energie bereits von einer Evaluation zur Beteiiiigung an Windparks im In und Ausland. 
Deshalb bitte Ich den Stadtrat mir folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie kann sich der Stadtrat gemeinsam mit der SN Energie die vertragliche Sicherung langfristiger Bezugsrechte von Elektrizität aus Wind kraftwerken in Europa sichern?
  2. Welche finanziellen Mittel müssten für eine Stadt in der Grösse von St. Gallen gesprochen werden um eine wirtschaftlich interessante Ausgangslage zu haben?
  3. In welcher Form muss/kann/soll die SN Energie eingebunden werden?
  4. Kann das städtische Portefeuille auch mit Bezugsrechten aus solarthermischen Kraftwerken in Europa ergänzt werden?

eingereicht am 7. Dezember 2010
eingereicht durch: Doris Königer

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