Universität verdrängt Wohnraum am Rosenberg
Die Universität St. Gallen ist auf Expansionskurs. Institute und Studenteninnenzahlen nehmen explosionsartig zu. Dies ist sicherlich positiv zu werten. Leider hat es aber einen für unsere Stadt eher negative Begleiterscheinung: Die Universität hat Raumprobleme.
Diese löst sie nicht mit einem Neubau im Gebiet "öffentliche Bauten und Anlagen", sondern sie übernimmt Wohnhäuser, manchmal auch nur Wohnungen und baut sie zu Büros um. Ein aktueller Fall ist die Bauauflage an der Girtannenstrasse. Hier sollten ca. 20 Wohnungen an bester Wohnlage entstehen, nun liegt eine Korrektureingabe mit Büronutzung vor und zwar für die Universität.
Der Höhenweg 1, eine der schönsten Villen am Rosenberg, ist nun auch nicht mehr als Wohnhaus genutzt - neu befindet sich darin die International School. An der Bodanstrasse (zwischen Universität und Sporthalle) befinden sich kaum mehr Wohnungen, fast alle Häuser beherbergen Institute.
Die Miet- und Kaufpreise an einer unserer besten Wohnlagen (Südhang, gut erschlossen, hoher Grünanteil, ruhig,etc. ...) sind bereits heute für unsere Stadt verhältnismässig hoch. Mit dem zusätzlichen Druck durch die Universität werden diese noch massiv steigen.
Es braucht seitens der Stadt eine" Lex Universität", welche diese Entwicklung einschränkt, damit nach wie vor am Rosenberg auch weiterhin zu erschwinglichen Preisen gewohnt werden kann.
Deshalb bitte ich den Stadtrat mir folgende Fragen zu beantworten:
- Gibt es seitens der Universität einen Masterplan für ihre Raumansprüche für die nächsten 1 0-15 Jahre? Wenn ja, wie sieht dieser aus?
- Wo kann die Stadt der Universität für diese Raumansprüche in der Bauzone für "öffentliche Bauten und Anlagen" Bauland zu Verfügung stellen?
- Kann der Stadtrat oder das Stadtparlament eine "Lex Universität"erlassen, so dass nicht weitere stilvolle jahrhundertalte Wohnbauten und Wohnneubauten zu Büros umgenutzt werden können (z.B ein Wohnanteilplan Rosenberg)?
- Welche anderen Möglichkeiten sieht der Stadtrat, um die Umwandlung von Wohnraum in Büroraum rund um die HSG einzuschränken?
eingereicht am: 23. November 2010 eingereicht durch: Doris Königer



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