Stadt St. Gallen / Demokratie / Stadtparlament / Legislaturziele 2009 - 2012

Legislaturziele 2009 - 2012

Die SP orientiert sich an sozialethischen Grundkategorien und an einem gesellschaftlichen Gerechtigkeitsbegriff, der zum Ziel hat, die zunehmend ungleiche Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen zu überwinden und die Chancengleichheit und -gerechtigkeit für alle Menschen nicht nur formell, sondern auch inhaltlich zu verwirklichen. 

Auf dieser Basis steht ein demokratisches und solidarisches Gemeinwesen. Sie ermöglicht es den Menschen erst, sich in verantwortungsbewusster Freiheit zu entfalten, sich als wertvollen Teil der Gesellschaft wahrzunehmen, an ihr Teil zu haben und einen eigenen Beitrag zu leisten. Die Kraft der Gesellschaft und der einzelnen Individuen ist sozial erst relevant, wenn sie jene Menschen stärkt, die mangels eigener Ressourcen nicht in der Lage sind, ein selbstbestimmtes Leben mit Perspektiven zu führen. Solidarität ist als Strukturprinzip Institutionen und Ordnungen des gesellschaftlichen und politischen Lebens in unserer Stadt zu verankern. Bei politischen Entscheidungen suchen wir unabhängig vom eigenen Status oder Statuserwartungen nach Lösungen, die zu mehr gesellschaftlicher Gerechtigkeit führen. Wir vertreten keine Partikularinteressen, sondern halten den Blick fürs Ganze offen. Statt Nachhaltigkeit zu predigen, wollen wir nachhaltige Lösungen für eine zukunftsfähige Stadt nach menschlichem Mass.

Auf dem Weg zu konkreten Zielen «Selbstbewusst bescheiden sein» - St. Gallen als urbanes und fortschrittliches Zentrum der Bodensee-Region mit Gemeinsinn
St. Gallen soll sich als urbanes, fortschrittliches Zentrum der Bodenseeregion weiterentwickeln. Eigenständiges Selbstbewusstsein, verbunden mit Öffnung und Kooperation über die engen Grenzen von Stadt und Kanton hinaus sind dringend gefordert. Allerdings kann eine einseitig auf wirtschaftliche Ziele und private Interessen ausgerichtete Politik nicht nachhaltig sein. Vielmehr müssen in einer kohärenten, solidarischen Stadtentwicklung primär auch soziale, gesellschafts- und Bildungspolitische, kulturelle, ökologische, infrastrukturelle und institutionelle Aspekte zum Tragen kommen. St. Gallen ist nicht Zürich, ist nicht München. St. Gallen ist aber auch nicht Rheineck oder Nesslau. Es verstellt den Blick auf die Einzigartigkeit und die Stärke St. Gallens, wenn es bloss als «Zürich-Ost» wahrgenommen wird und alles in benchmarks» und unter dem Gesichtspunkt des «Standortmarketings» bewertet wird.

Stehen wir dazu, dass wir im Vergleich zu den grossen Agglomerationen zur «Peripherie» gehören und betonen wir die Vorteile und das Potential dieser peripheren Lage als Zentrum der Bodensee-Region.

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