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Ein Stromkonzept für die Stadt

Im Jahre 2008 ist von der Stadt elektrische Energie im Betrage von ziemlich genau 519 GWh beschafft worden. Rund 493 GWh lieferte die SN Energie AG, etwas über 19 GWh wurden im KHK erzeugt, etwas weniger als 4 GWh waren Lieferungen Dritter, und ziemlich genau 3 GWh stammten aus Eigenerzeugung . (Quelle: sgsw, Geschäftsbericht 2008, S .19.)

Laut Stromkennzeichnung wurde der von der sgsw im Jahre 2008 an ihre KundInnen gelieferte Strom zu 51,62% durch Umwandlung von Atomenergie, zu 35,40% durch Nutzung von Wasserkraft und zu 9,88% durch Verbrennung von Abfällen gewonnen. Die verbleibenden 3,10% stammen, soweit ihre Herkunft überprüfbar ist, teils aus der Verwertung fossiler Energieträger (1,09%), teils aus der Nutzung von Sonnenenergie, Windkraft und Biomasse (0,14%).

Es ist unbestritten, dass im Sinne des ffEnergiekonzeptes 2050" der Stromverbrauch in der Stadt einerseits durch Effizienzmassnahmen gesenkt und anderseits der Bedarf an elektrischem Strom je länger je weniger durch Nutzung von Atomkraft und fossilen Brennstoffen, sondern mehr und mehr aus "erneuerbaren" Quellen gedeckt werden soll. Die Gründe dafür sind bekannt und bedürfen hier keiner erneuten Aufzählung.

In einem Stromkonzept soll quantitativ und so präzise wie möglich aufgezeigt werden, in welchem Ausmass die Abhängigkeit von der Gewinnung elektrischer Energie aus Atomkraft und fossilen Brennstoffen nach und nach vermindert und der Anteil an Strom aus "erneuerbaren" Quellen (Wasser, Wind, Sonne, Erde etc.) sukzessive vergrössert werden kann. Insbesondere soll auch dargelegt werden, wie die Stadt auch unabhängig von der SN Energie AG durch Bau oder Kauf von Anlagen zur Gewinnung von Strom aus Erdwärme, Wind oder Sonnenstrahlung oder durch Beteiligung an solchen Anlagen oder Vereinbarungen mit deren Betreiberinnen den Strombedarf vermehrt aus "erneuerbaren" Quellen decken könnte.

Der Stadtrat sei hiermit ersucht, Bericht zu erstatten über die Stromversorgungsplanung bis zum Jahre 2030 und ggf. Anträge zu stellen im Blick auf eine ausreichende und nachhaI tige Stromversorgung in den nächsten beiden Jahrzehnten.

eingereicht am: 17. November 2009
eingereicht durch: Lisa Etter-Steinlin

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