Erweiterte Suchtprävention in St.Gallen
Am 30. November 2008 hat das Volk mit einer 2/3 Mehrheit deutlich ja gesagt zum Betäubungsmittelgesetz. Die heroingestützte Behandlung ist in der Schweiz nun endgültig etabliert.
Glücklicherweise kommen Jugendliche und junge Erwachsene sehr wenig mit Heroin in Kontakt. Nach Aussage des Betriebsleiters der Jugendberatung Streetwork in Zürich, stehen für einen Teil der Jugendlichen andere Drogen im Vordergrund, vor allem so genannte .Partvdroqen''. Unter diesem Begriff versteht man aufputschende Substanzen wie Amphetamin (auch IISpeed\\ genannt), Methamphetamin, stimmungsaufhellende bzw. euphorisierende Stoffe wie Ecstasy und auch halluzinogene Drogen wie Psilocybin-Pilze oder LSD. Vielfach kommt es jedoch auch vor, dass sich in den Pillen andere Substanzen befinden und die Wirkstoffe erheblich schwanken, was zu hohen Gesundheitsrisiken bis zum Tod führen kann. Ähnlich wie bei den Partydrogen verhält es sich auch beim Cannabis.
In der Stadt Zürich existiert seit acht Jahren das Drogeninformationszentrum (DIZ), das Drogen auf eben diese unerwünschten Substanzen testet. Im Weitern müssen die Drogenkonsumentinnen und konsumenten, die einen solchen Test durchführen lassen wollen, mit den dort anwesenden Sozialarbeitern einen Fragebogen ausfüllen, bei dem das Gespräch im Mittelpunkt steht. Dieses trägt zur Prävention des Drogenkonsums bei. Solche Kontakte und Gespräche sind öfter als man glaubt, auch Einstiegsmöglichkeiten für erfolgreiche Therapien für Süchtige. Die Jugendberatung Streetwork als Angebot des DIZ besucht Partys und testet Pillen vor Ort. Auch dort steht das Gespräch im Mittelpunkt. Bei beiden Stellen sind die Tests gratis und anonym. Das DIZ und Streetwork arbeiten im Auftrag der Stadt Zürich und sind dem Sozialdepartement unterstellt.
Der Betriebsleiter des DIZ bewertet diese Angebote sehr positiv. Die anfänglichen Befürchtungen, Drogen würden dadurch verharmlost! sei nicht eingetroffen. In der Stadt St. Gallen gibt es gemäss Jürg Niggli, Leiter der Suchtfachstelle in St. Gallen, keine solchen Angebote.
Der Stadtrat wird deshalb beauftragt, Bericht zu erstatten und gegebenenfalls Antrag zu stellen, ob und in welcher Form die Suchtfachstelle und I oder die Gassenarbeit im dargelegten Sinn ausgebaut werden kann.
eingereicht am: 10. März 2009 eingereicht durch: Pascal Kübli



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