Wohnungen statt Gefängnisse: Die SP Stadt St.Gallen wird sich für eine städteplanerisch sinnvolle Nutzung des Güterbahnhofareals einsetzen
Wie dem Tagblatt von gestern zu entnehmen ist, steht der Kanton kurz vor dem Kauf des Güterbahnhofareals. Was genau mit dieser zentralen Baulandreserve geschehen soll, ist noch nicht bestimmt, es ist jedoch bekannt, dass der Kanton St.Gallen den Bau eines neuen Justizzentrums mit Untersuchungsgefängnis oder einen Erweiterungsbau für die Universität in Erwägung zieht.
Die SP der Stadt St.Gallen ist enttäuscht darüber, dass es der Stadt nicht gelungen ist, dieses für die Entwicklung der Stadt wichtige Land zu erwerben und wird sich dafür einsetzen, dass dieses Gebiet städteplanerisch sinnvoll nach den Vorgaben des Richtplans genutzt wird.
Im neuen Richtplanentwurf macht der Stadtrat eines klar: für das angestrebte Bevölkerungswachstum und eine urbane Stadtentwicklung braucht es eine innerstädtische Verdichtung; bestehende Baulandreserven müssen geschickt genutzt werden, um neuen Wohnraum zu schaffen. Die SP der Stadt St.Gallen begrüsst diese Bestrebungen – und sie ist überzeugt: Kein Areal in der Stadt würde sich dafür so gut eignen wie das Güterbahnhofareal. Zentral gelegen, in der Nähe zu Bahnhof und Bushaltestellen, bietet es die einmalige Gelegenheit, autofreies Wohnen in der Innenstadt zu ermöglichen.
Nach der gescheiterten Abstimmung über eine geplante Überbauung im Jahr 2007 war es lange ruhig um das Areal Güterbahnhof. Es war aber stets bekannt, dass sich die Stadt um den Erwerb dieser für sie zentralen Baulandreserve bemühte. In einer einfachen Anfrage von Bettina Surber wurde daher von Seiten der SP Anfang Jahr nach dem aktuellen Stand der Verhandlungen und der Planung gefragt. Der Stadtrat schrieb in seiner Antwort, der Kanton sei in Verhandlungen mit der SBB. Gleichzeitig drückte er sein Befremden über diese Verhandlungen aus und machte deutlich, dass für ihn eine gemischte Nutzung für Arbeiten und Wohnen im Vordergrund steht. Eine solche Nutzung wurde von der SP stets unterstützt.
Nun ist bekannt geworden, dass der Kanton kurz vor dem Kauf des Areals steht. Die SP der Stadt St.Gallen ist enttäuscht, dass es der Stadt nicht gelungen ist, das Areal Güterbahnhof zu erwerben, um selbst bestimmen zu können, wie dieses genutzt werden soll. Was der Kanton nun genau plant, ist noch nicht bekannt. Unter anderem wird der Bau eines Justizzentrums mit Untersuchungsgefängnis oder ein Erweiterungsbau für die Universität erwogen. Die SP der Stadt St.Gallen lehnt dieses Ansinnen ab und wird sich im Sinne einer innerstädtischen Verdichtung für eine sinnvolle Überbauung mit hohem Wohnanteil einsetzen.
Es soll auf dem Areal ein lebendiges und durchmischtes Quartier mit bezahlbaren Wohnungen, Arbeiten und Kultur entstehen. Dass dabei ein Teil für die Verwaltung oder die Universität genutzt werden könnte, schliesst die SP nicht aus.



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